Stempeln statt Malen

Am 21.-22.06. fand die OCC-Küstentrophy statt, eine Oldtimer-Rallye entlang der Ostsee-Küste und in das Schweriner Seenland. Ein Streckenpunkt am zweiten Tag der Trophy ist der Kunstverein im Schloss Wiligrad. Hier erfolgte neben dem Stempeleintrag in die Bordkarten der Fahrer eine Fotosession. Als Mitglied im Kunstverein war es für mich selbstverständlich, dieses Ereignis zu unterstützen, auf den Auslöser zu drücken und den Fahrern eine gute Weiterfahrt zu wünschen.

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Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, auch ohne Oldtimer zur Probe für ein Foto vorzufahren ;-)

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Der Egger-Zyklus - als Dauerausstellung in Rakow

Die Idee für den Egger-Zyklus arbeitete schon lange in mir. Egal von welcher Richtung man sich Wismar nähert: Die Rauchfahnen von Egger sind fast immer zu sehen. Dabei ist es kein Rauch sondern Dampf. Für sich genommen versprühen die Produktionsstätten  und Lager des Herstellers von Holzwerkstoffen nicht gerade Charme. Und doch übt Egger einen ganz eigenen Reiz aus. Wenn ich mich von wo auch immer Wismar nähere, zaubern mir die beiden dampfenden Schornsteine ein Lächeln auf die Lippen. Sie prägen immerzu das Landschaftsbild und machen die riesige Werfthalle beinahe zur Nebensache.  Die Egger-Silhouette ist es, die  immer präsent ist während einer Küstenwanderung.  Duisburg an der Ostsee? Die beiden Schornsteine spielen mit der landschaftlichen Idylle und geben ein warmes Heimatgefühl. Und ich weiß: Gleich bin ich wieder zu Hause. Die Schornsteine sind es auch, die mir zuverlässig die Windrichtung anzeigen, oft auch die Windgeschwindigkeit.  Egger ist für alle da.
Der Egger-Zyklus zeigt sich nun in Rakow, einem idyllischen Ort  am Salzhaff. Hier baut HP Projekt auf dem Gelände um den alten Gutshof ein Hotel, Ferienwohnungen und Häuser nebst Infrastruktur i m gehobenen Segment autark und umweltfreundlich (
Gutshof Rakow). Die kleine Egger-Galerie fügt sich unaufgeregt in den Mitarbeiter- und Kundenbereich ein.
Eindrücke vom Aufbau bis zum fertigen Kunstwerk ;-)

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KunstOffen Mecklenburg-Vorpommern vom 18. bis 20.Mai 2024 im TIKO Wismar

Und sie kamen tatsächlich: Kaum wurde um 11 Uhr die Tür geöffnet, schon wollten die ersten Neugierigen hinein. Und das nicht nur wegen der selbstgemachten Leckereien. Erst nach 19 Uhr verließen die letzten Gäste die Räume - nicht selten lächelnd. Und dazwischen? Unglaublich viele persönliche Begegnungen, intensive Gespräche  und wunderbare Sichtweisen auf das Gezeigte. Meistens war noch nicht einmal Zeit für einen Kaffee. Drei Tage lang überwältigt, die Zeit vergessend - ja: glücklich und ganz schön heiser. So viel habe ich lange nicht mehr geredet, außer im Geiste mit meinen Bildern. Lasst euch danken für eure Neugier, Fragen und Gespräche, ihr guten Gäste!
Tief verneige ich mich vor den Bewohnern des TIKO, die ganz unkompliziert, still und leise im Hintergrund gearbeitet und mir diesen wunderbaren Ort anvertraut haben. Und ein ganz besonderes Dankeschön mit Herz und Sternchen gilt Ute, die das alles erst ermöglicht und all die Kunstsinnigen nach zum Teil sehr langen Bildbetrachtungen unermüdlich mit Suppe, Würstchen, Kaffee und Kuchen versorgt hat und den großen Vorraum zu einer kleinen Oase verwandelte. Eine Ausstellung mit Wohlfühlcharakter ist etwas wunderbares.

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Malen - Ein Prozess

Eine neue Leinwand ist meist gut zu mir. Ihre Leere trübt nach und nach die Bilder des Alltags, dessen Stimmen und Melodien, dessen Rufe und Verführungen. Wenn alles gut geht und auch nur dann, schleichen sich Traumbilder, Sequenzen  von Bewegungen, Stimmschatten einer vergangenen Nähe auf die Bühne des inneren Auges. Sie geben neuen, unbekannten Bildern etwas Kontur, vermischen sich aber zugleich mit tatsächlichen Fotos, derzeit vor allem Landschaften, Fels- oder Sandformationen und Strukturen, die sogar die Erinnerung an Geruch, Details oder Umgebungswärme wiederbeleben. Und da ist noch mein Kopfhörer. Ich tauche ein in die Klangwelten und lasse mich leiten. Mal hoch akademischer Punkjazz, mal astreine, tiefgründige wie ungehobelte Elektro- und DubStep-Trancen. Wenn allerdings die eigenen Verwerfungen und Schatten des Lebens sich breit und die Tränen unbezähmbar machen, muss eben Joni Mitchell oder eine ihrer Schwestern im Geiste ran. Meistens wird alles wieder erträglich und plötzlich läuft der Pinsel federleicht. Aber wehe, wenn nicht.
Fertiges (falls es so etwas überhaupt gibt) und Unfertiges, Skizzen und Bilder, Strukturen und Sehnsüchte, mitunter recht ausdrucksstark, Verworfenes und neu Belebtes, Eindrücke und Neugier. 

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